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Nach der Analyse von mehr als 50 Gesprächen, die ich in den letzten Monaten zu ABM-, ICP- und Go-to-Market-Strategien geführt habe, ist immer wieder ein unangenehmes Muster aufgetaucht:
Die meisten ABM-Programme scheitern nicht an schlechten Tools. Sie scheitern daran, dass Unternehmen nicht vollständig darauf ausgerichtet sind, was ABM wirklich erfordert.
Dabei geht es nicht um eine Marketing-Taktik oder die Auswahl einer Plattform. Es geht darum, ob eine Organisation strukturell und kulturell bereit ist, anders zu arbeiten.
In diesem Artikel fokussiere ich mich darauf, was ABM tatsächlich verlangt – und warum ein konsequenter Ansatz die einzige Möglichkeit ist, nachhaltig erfolgreich zu sein.
ABM startet in Organisationen selten mit voller Klarheit.
In der Praxis taucht es häufig auf als:
Dieses Framing kann schädlich sein – denn ABM ist keines von diesen Dingen.
ABM bedeutet, bewusst dafür zu gestalten, wie Enterprise-Käufer entscheiden:
Der Einstieg in ABM sollte nicht mit Tools, Attributionsmodellen oder Budgets beginnen. Die erste und wichtigste Frage ist eine organisatorische:
Sind wir darauf ausgerichtet, unseren Enterprise-Vertrieb grundsätzlich anders zu betreiben?
ABM zwingt Führungsteams, eine harte Realität anzuerkennen:
Enterprise-Wachstum lässt sich nicht erzwingen.
Es hilft nicht, Category Leader zu überbieten oder Misstrauen zu umgehen.
ABM verspricht keine höhere Geschwindigkeit. Es geht um Kontrolle.
Mit Kontrolle meine ich:
Für Organisationen mit Enterprise-Fokus ist das keine Option – es ist strukturell notwendig.
Wenn ABM nicht funktioniert, liegt das häufig daran, dass Marketing, Sales und RevOps mit unterschiedlichen CRM-Realitäten arbeiten.
Die gleichen Probleme tauchen immer wieder auf:
Gleichzeitig:
Das Ergebnis ist Desalignment:
Marketing glaubt, Accounts seien aktiv.
Sales erlebt stagnierende Gespräche.
RevOps kann die Lücke nur schwer belastbar erklären.
Das passiert, wenn die ABM-Strategie weiter ist als das zugrunde liegende Operating Model.
Teams, bei denen ABM funktioniert, gestalten ihr CRM so, dass es Enterprise-Kaufprozesse realistisch abbildet:
Erst wenn diese Regeln auf Datenebene greifen, werden Kampagnen, Routing und Reporting wirklich skalierbar.
ABM funktioniert nur, wenn klar ist, welche Accounts Fokus verdienen – und warum. Das gelingt nur, wenn ICP-Definitionen in den Systemen verankert sind, die den operativen Alltag steuern.
In funktionierenden ABM-Teams ist die ICP-Logik fest im CRM verankert:
So wird ABM von einer Absicht zu operativer Realität:
Marketing fokussiert sich auf relevante Accounts, Sales investiert Zeit in Accounts mit echter Abschlusswahrscheinlichkeit, RevOps misst Fortschritt statt Aktivität.
Skalierbare ABM-Programme stellen nicht die Frage: „Wen sollen wir ansprechen?“
Sondern: „Welche Buyer Persona muss als Nächstes handeln – und welche Reibung erlebt sie?“
Das verändert die Umsetzung grundlegend:
ABM ist ein Operating System. Es verändert:
In der Praxis zweifeln Führungskräfte selten daran, ob ABM funktioniert. Ihre Sorge ist eher: Was passiert in der Übergangsphase? Oft reduziert sich das auf die Frage: „Sinkt dadurch unsere Pipeline?“
Was ihre Perspektive verändert, ist die Qualität der Gespräche, die entstehen:
ABM ersetzt Vertriebsarbeit nicht. Es nimmt Reibung aus Gesprächen, die Sales bisher stillschweigend kompensieren musste.
Viele schwache ABM-Programme haben eines gemeinsam: Sie sind nicht unterscheidbar vom Wettbewerb
(gleiche Botschaften, gleiche Signale, gleiches sicheres Positionieren).
ABM verliert an Relevanz, wenn Organisationen vergessen:
Viele Organisationen durchlaufen dieselbe Abfolge:
Nach Monaten der Diskussion wird ABM meist dann eingeführt, wenn eine gemeinsame Überzeugung entsteht: dass Enterprise-Kaufentscheidungen früh geprägt werden, dass Marketing ein Hebel ist, dass Vertrieb in vorbereiteten Umfeldern am besten performt – und dass dies die Struktur ist, die am besten zu der Art passt, wie Enterprise-Käufer tatsächlich kaufen.
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